Taucheruhren
Taucheruhren sind druckfeste, wasserdichte Armbanduhren und dienen zur Messung der Tauchzeit. Sie sind mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, mit deren Hilfe man den Startpunkt des Tauchgangs markiert. Diese Lünette lässt sich nur gegen den Uhrzeigersinn drehen, so dass es unter Wasser zu keinen Druckluftproblemen kommt, sollte man die Lünette ungewollt verstellen.
Die klassische Taucheruhr dient heute, wo vielfach ein Tauchcomputer verwendet wird, hauptsächlich als Backup-System. Auch verbinden viele Taucher mit ihrer Taucheruhr ein Statussymbol für ihre Tauchleidenschaft und sie dienst als luxuriöses Accessoire.
In Deutschland werden Taucheruhren geprüft und müssen gewisse Kriterien bezüglich Wasserdichtigkeit, Ablesbarkeit und Lünette erfüllen.
Wasserdichtigkeit
Taucheruhren sollten einem Druck von mindestens 20 bar standhalten. Bei besseren Modellen wird in der Regel eine Dichte von 50 bis 100 bar erreicht. Sehr wichtig ist auch ein massives Uhrgehäuse, damit Stöße gegen Ausrüstung und Tauchumgebung keine Probleme verursachen. Zusätzliche verschraubte Kronen und ein intelligentes Dichtungssystem erhöhen die Sicherheit einer Taucheruhr.
Als Besitzer einer Taucheruhr sollte man diese einmal im Jahr auf ihre Dichtigkeit überprüfen lassen.
Uhrband
Die meisten Taucheruhren besitzen ein hochwertiges Stahlband mit ausklappbarer Verlängerung. Diese ist nötig, damit die Uhr auch beim Tragen eines Neoprenanzuges ums Handgelenk passt.
Eine sehr gute Alternative zum herkömmlichen Stahlband bieten Kautschuk-Bänder, welche im Bandanstoßbereich gefaltet sind. Wird der Neoprenanzug mit zunehmendem Druck in der Tiefe dünner, passt sich das Kautschuk-Band flexibel an.
Von manchen Herstellern werden auch Klettverschlussbänder angeboten.
Ablesbarkeit
Auch bei schlechten Licht- und Farbverhältnissen sollte die Taucheruhr schnell und gut ablesbar sein. Am wichtigsten sind unter Wasser der Drehring und der Minutenzeiger, gefolgt vom Sekunden und Stundenzeiger. Genügend Kontraste und Leuchtmasse an den richtigen Stellen sind entscheidend. Dies betrifft auch die Markierungen auf der Lünette. Ein unterseitig entspiegeltes Glas ist außerdem sehr nützlich, denn die zwischen Glas und Ziffernblatt eingeschlossene Luft kann ansonsten unter Wasser wie ein Spiegel wirken.
Lünette
Die Lünette ist das charakteristische Merkmal von Taucheruhren. Sie zeigt den Zeitpunkt des Abstieges und gleichzeitig die Länge des Tauchgangs an. Die in nur eine Richtung drehbare, rastende Lünette ist somit notwendig für Nullzeittauchgänge und Sicherheitsdekompressionsstops. Auch hier ist eine einfache und schnelle Ablesbarkeit, besonders die Markierung bei 12 betreffend, erforderlich. Lünetten mit sehr glatt geschliffenem Profil sind eher nachteilig, da diese beim Einstellen im Wasser keinen Halt bieten und man mit den nassen Händen leicht abrutscht.
Sehr nützlich ist es, wenn die Lünette einfach abmontiert und so leicht gereinigt werden kann.
Hersteller
Egal ob man der Meinung ist eine Taucheruhr muss nur funktionell und dicht sein oder ob man auf Design und Prestige der Marke Wert legt – die Auswahl ist auf Grund einer Vielzahl an Herstellern groß. Günstige Taucheruhren gibt es von Swatch und Casio, welche jedoch qualitativ nicht sehr hochwertig sind. In einer etwas höheren Preisklasse findet man erstklassige Uhren von Citizen und Luminox. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Modelle der Marke Seiko, welche auch ein sehr schönes Design besitzen. Wer mehr Geld ausgeben möchte, sollte zu Spitzenmodellen mit vielen Details von Rolex, Omega oder Breitling greifen.